28.11.2019 in Allgemein

Bericht aus dem Gemeinderat

 

Bericht aus dem Gemeinderat

In der Gemeinderatssitzung vom 18.11.19 war eines der Hauptthemen das Konzept zum Starkregenriskomanagement.

Neben der Erarbeitung einer öffentlichen Gefahrenkarte hat das Konzept auch das Ziel neuralgische Punkte herauszufiltern und mögliche Maßnahmen zu benennen, um z.B. Gemeindeeigentum zu schützen und Gefahren an öffentlichen Orten zu minimieren. Betont wurde mehrmals, dass die Bürger selbst für den Schutz ihres Privateigentums verantwortlich sind. Aber mit der Gefahrenkarte kann jeder erkennen, ob bei ihm Maßnahmen notwendig sind oder nicht. Bei neuen Baugebieten kann das Starkregenrisiko gleich mitberücksichtigt werden. Wir begrüßten selbstverständlich dieses Konzept. Es ist ein weiterer wichtiger Baustein im Hinblick auf die Klimaveränderungen.

13.11.2019 in Allgemein

Gedenkfeier zum 09.11.

 

"Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon."

Dieses Zitat von Max Mannheimer, der nur wie durch ein Wunder den Holocaust überlebte, stand zu Beginn der Gedenkfeier am 09. November, bei der wir diesen schicksalhaften Tag der deutschen Geschichte aus verschiedenen Perspektiven beleuchten wollten. Am Ende waren sich alle einig, dass es absolut notwendig ist, über Vergangenes zu sprechen, damit sich Vergangenheit nicht wiederholt.


Wir trafen auf sehr interessierte TeilnehmerInnen und möchten uns an dieser Stelle bei diesen für die vor allem auch sehr aktive Teilhabe der Besucher beim Zeitzeugengespräch und beim Verlesen der Namen der in der Shoa ermordeten Menschen mit Oedheimer Wurzeln bedanken.

Es war ein sehr bewegender Nachmittag.

Gedenken am jüdischen Friedhof

Neben Informationen über jüdisches Leben in Oedheim vor der NS-Zeit und den jüdischen Friedhof im Speziellen wurde an die Nacht der Novemberpogrome erinnert, in der in ganz Deutschland Synagogen brannten und die den Übergang von der Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung zur systematischen Judenverfolgung darstellte. Auch in Oedheim wurde in dieser Nacht der jüdische Friedhof gesprengt und die 4 Mitglieder der Familie Mergentheimer, die neben Anna Mannheimer die letzten noch verbliebenen jüdischen Einwohner Oedheims waren, wurden verprügelt und deren Wohnungseinrichtung verwüstet.

In den Gedenkbüchern des Bundes und der Gedenkstätte Yad Vashems sind 18 Menschen aufgeführt, die vor dem Krieg in Oedheim lebten oder dort geboren wurden und in der Shoa deportiert und getötet wurden.

Ihre Namen und Lebensdaten haben wir aufgerufen und Kerzen angezündet, um ihrer zu gedenken. Die Nazis wollten die Opfer entmenschlichen und haben ihnen Nummern eintätowiert. Durch das Aufrufen möchte man den Opfern den Namen wieder zurückgeben und dem Ansinnen der Nazis entgegenwirken, die jede Erinnerung an jüdische Menschen und jüdisches Leben auslöschen wollten.

Zeitzeugengespräch zur Wende

Bedanken möchten wir uns auch ganz besonders bei Christiane und Roland Mettcher, die uns ihre Geschichte vom Ausreiseantrag 1985 bis zur Übersiedlung 1988 und der Zeit danach erzählten. Wir konnten spürbar erleben, welchen Mut es gekostet haben muss, überhaupt diesen Antrag zu stellen und wie viele Ängste sie danach ausstehen mussten und das nur, um ihren Kindern eine freie Berufswahl und ein freies Leben zu ermöglichen. Der Kontakt mit Zeitzeugen lässt einen teilhaben an den Emotionen und ist erlebbare Geschichte. Man bekam Gänsehaut und der Nachmittag wirkt in allen noch nach.

Plakatausstellung

Bei der Plakatausstellung, bei der je ein Plakat dem 09. November 1918, 1923, 1938 und 1989 sowie eines der persönlichen Geschichte unserer Zeitzeugen gewidmet war, konnten alle noch einmal die Eckpunkte der damaligen Ereignisse in Wort und Bild nachvollziehen. Ein Plakat war Georg Elser gewidmet, der sicherlich die Geschichte am 08.11.1939 nachhaltig beeinflusst hätte, wenn sein Sprengungsatz 13 Minuten früher explodiert wäre.

Fazit

Während der Veranstaltung und in der Nachbereitung ergaben sich tolle Gespräche unter den Teilnehmern, die hoffentlich noch zu weiteren Impulsen führen. So war diese Veranstaltung zum einen ein Anstoß für die Entwicklung einer Erinnerungskultur in Oedheim und brachte auch für alle die Erkenntnis, dass weder die neuere noch die neueste Geschichte restlos aufgearbeitet ist.

Es stimmt auch hoffnungsfroh, wenn eine 14-jährige am Ende begeistert mitteilt, dass sie die Veranstaltung sehr spannend fand.

28.10.2019 in Aktuelles von Der SPD-Kreisverband Heilbronn-Land

Newsletter 01/2019 ist online

 

In diesem ersten Newsletter des neu gewählten Kreisvorstands geht es um folgende Themen:

- Bericht von der Kreisvorstandssitzung am 30. September 2019

- Vorstellung des neuen Kreisvorstandsteams

Zum kompletten Newsletter geht es hier.

21.10.2019 in Allgemein

Gedenkfeier zum 09. November

 

+++Einladung an alle Interessierten!+++
Kein anderes Datum ist so eng mit der deutschen Geschicte verbunden wie der 09. November. Von der Ausrufung der Republik durch Philipp Scheidemann 1918, dem Hitler-Putsch 1923, den Novemberpogromen 1938 und 1989 dem Mauerfall. Unbeschreibliche Wendepunkte.
Wir möchten dieser Schicksalstage unserer Demokratie am 30. Jahrestag des Mauerfalls gedenken und treffen uns vor dem jüdischen Friedhof zum gemeinsamen Gedenken und erleben anschließend ein Zeitzeugeninterview mit Christiane und Roland Mettcher - zwei Gundelsheimer aus Dresden. Sie werden uns über ihre Erlebnisse in der DDR, das Geschehen nach ihrem Ausreiseantrag 1985 bis zur Wende und auch danach berichten.
Des Weiteren erinnern wir mit einer kleinen Plakatausstellung an die bedeutsamen Ereignisse an den 09. Novembern des 20. Jahrhunderts.
+++ Der Programmablauf kann wetterbedingt abweichen+++

21.10.2019 in Allgemein

Bericht aus dem Gemeinderat

 

Kunstrasenplatz:

Am Montag, den 14.10. stand die Gemeinderatssitzung vor allem im Zeichen des Sports. Nachdem im Juli bereits die Sanierung des Kleinspielfelds, der Tribüne, der Ballfanggitter, der Laufbahn und der Pflastersteine am Sportgelände für ca. 800.000 € beschlossen wurde, ging es in der aktuellen Sitzung um den Umbau des hinteren Spielfelds in einen Kunstrasenplatz. Die Entscheidung darüber wurde im Juli aufgrund der Gefahr durch Mikroplastik, die durch Kunstrasenplätze mit Gummigranulat ausgeht, vertagt. In der Zwischenzeit wurden verschiedene Alternativen diskutiert. Zur Entscheidung wurde ein teilsandverfüllter Kunstrasen gestellt, der wirtschaftlich und ökologisch sicherlich die sinnvollste Variante darstellt.